Lexikon

Liquor cerebrospinalis

  • umgangssprachlich Hirnwasser oder Nervenwasser genannt, ist eine klare, farblose Flüssigkeit die das Zentrale Nervensystem umgibt. Gehirn und Rückenmark schwimmen gut geschützt in ca. 120 bis 200 ml Liquor. Pro Tag bildet der Körper ca. 500 ml Liquor in den Hirnkammern, wo es auch wieder resorbiert wird. So findet ein stetiger Austausch statt.

Dura mater, Arachnoidea, Pia mater (Hirnhäute)

  • Die Hirnhaut setzt sich aus drei Schichten zusammen. Die Dura mater (Dura) ist die äußere davon und wird auch als harte Hirnhaut bezeichnet. Sie verpackt das Zentrale Nervensystem wasserdicht.
  • Direkt darunter liegt die Arachnoidea, die mittlere Hirnhaut, auch Spinnwebenhaut genannt. Unter ihr liegt der Subarachoidalraum.
  • Die Pia mater (auch zarte Hirnhaut) ist die innerste Schicht und liegt direkt auf Gehirn und Rückenmark auf.

Subarachnoidalraum/ Liquorraum

  • Den Subarachoidalraum bezeichnet den mit Liquor gefüllten Raum zwischen Arachnoidea und Pia mater.

Epiduralraum/ Periduralraum

  • Der Epiduralraum oder auch Periduralraum ist der Bereich außerhalb der Dura entlang des Spinalkanals. Mit Fettgewebe, Bindegewebe, Venen und Lymphgefäßen kleidet er den Wirbelkanal aus. In diesen Raum wird zB. ein epiduraler Blutpatch oder eine PDA (Periduralanästhesie) injiziert.

Subduralraum

  • Der Subduralraum ist ein zwischen Dura mater und Arachoidea liegender Spaltraum, der erst unter pathologischen Bedingungen in Erscheinung tritt. Physiologisch ist er nicht sichtbar, da die Arachnoidea der Dura mater unmittelbar anliegt.

Spinalkanal

  • Der Spinalkanal, oder auch Wirbelkanal befindet sich innerhalb der Wirbelsäule. Er bildet aus Knochen und Bändern einen Schutz für Rückenmark und Nerven.

Intrakraniell

  • intrakraniell bedeutet „innerhalb des Schädels“.

Intrathekal

  • intrathekal bedeutet „innerhalb der Dura“, „in den Liquorraum“ und wird meist in Zusammenhang mit Injektionen verwendet, die direkt in den Liquorraum appliziert werden, zB. bei einer Myelographie.

Intrakranielle Hypotonie/ Hypertonie

  • die intrakranielle Hypotonie bezeichnet einen zu geringen Hirndruck, meist verursacht durch den spinalen Liquorverlust
  • die intrakranielle Hypertonie hingegen bezeichnet einen erhöhten Hirndruck.