Behandlung

In vielen Fällen reicht eine konservative Behandlung. Diese besteht aus:

  • Bettruhe über mehrere Tage, damit das Leck von alleine zuheilen kann
  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr um die Liquorproduktion anzuregen
  • hochdosiertes Koffein, welches die Liquorproduktion anregt und den intrathekalen Druck erhöht

Bringt die konservative Behandlung keine Besserung, kann ein Blutpatch erfolgen. Hier wird dem Patienten Blut aus der Vene entnommen und unter Röntgen- oder CT Kontrolle Lumbal in den Epiduralraum injiziert. Durch dieses Volumen im Epiduralraum, wird der Druck im Liquorraum erhöht, was oft zu einer schnellen Besserung der Beschwerden führt. Im Verlauf wird die Leckage durch das gerinnende Blut verschlossen. Im Anschluss sollte über einige Stunden Bettruhe gehalten werden, damit das Blut an der vorhergesehenen Stelle bleibt. Der Eingriff kann einige Male wiederholt werden, falls sich keine Besserung einstellt.

Bringen wiederholte Patches keine Besserung, oder wird das Leck durch einen Knochensporn verursacht, ist eine OP unumgänglich. Hier wird mittels modernster mikrochirurgischer Technik der Kochensporn abgetragen, das Leck in der Rückenmarkshaut mit Naht und Fibrinkleber verschlossen und gegebenenfalls gezielt ein Blutpatch appliziert. Da hierbei direkt am Rückenmark operiert wird, wird der Patient während des Eingriffs ununterbrochen mittels Neuromonitoring überwacht. Dies dient der kontinuierlichen Überwachung neurologischer Funktionen und hilft neurologische und allgemeine Komplikationen zu vermeiden. Konnte das Leck erfolgreich verschlossen werden, bessern sich die Beschwerden meist sofort oder verschwinden komplett.